Mission Statement

Das Klagelied des Lokaljournalismus ist laut und klingt so: Lokaljournalismus ist vom Medienwandel besonders stark betroffen. Die Verlagshäuser verzeichnen Rückläufe bei den Werbeerlösen in den gedruckten Zeitungen, regional und national. Die Abo-Zahlen sinken ebenso wie der Einzelverkauf am Kiosk. In der Folge dünnen die großen Verlagshäuser Redaktionen vor Ort aus, fassen immer mehr Gebiete zusammen und setzen immer weniger Reporterinnen und Reporter ein.

Gleichzeitig herrscht landauf landab Einigkeit darüber, dass redaktionelle Angebote aus der Region unerlässlich sind. Denn sie sind es, die mit einem vielschichtigen Blick das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben vor Ort abbilden. Sie sind quasi das Rückgrat für die demokratische Meinungsbildung und der Boden, auf dem gesellschaftlichen Diskurs stattfinden sollte.

Die Antwort auf das Klagelied liegt einmal mehr im Digitalen: Bereits heute sind viele regionale, lokale und hyperlokale Online-Angebote entstanden, die unabhängig von großen Verlagshäusern ein regionales journalistisches Angebot bereitstellen. Sie füllen teilweise mehr als nur die Lücken, die durch die Veränderungen bei den etablierten Verlagen entstanden sind. Sie liefern Journalismus in einer regionalen Tiefe, die es vorher in der kontinuierlichen Berichterstattung nicht gegeben hat.

Viele Macherinnen und Macher von regionalen journalistischen Angeboten agieren dabei allein oder in sehr kleinen Gruppen, anfangs mit viel Enthusiasmus und Engagement, später werden die Mühen des Alltags spürbar. Auf der einen Seite steht der Wunsch, gute Information zu verbreiten, auf der anderen Seite müssen gleichzeitig Redaktion, Produktion, Entwicklung, Vermarktung, Marketing und Vertrieb gestemmt werden – Herausforderungen, die den langfristigen Bestand der Angebote gefährden.

An dieser Stelle gibt es nur eins: durchhalten. Und entsprechende Angebote nutzen. Die Hürden, um eine Online-Magazin zu starten, zu etablieren, weiterzuentwickeln und auszubauen sind eigentlich gar nicht so hoch, wie sie anfangs scheinen. Wie so oft heißt das Zauberwort Vernetzung mit all denjenigen, die ebenfalls einen Beitrag zum Ausbau des regionalen Medienangebots leisten. Hier setzen wir an:

  1. Mit unserer Plattform wollen wir die Lokalpublizierenden unterstützen, indem wir Knowhow und Perspektiven vermitteln, damit sie rund um Fragen der Redaktion, Verbreitung, Vermarktung und Technik Sicherheit gewinnen.
  2. Indem wir die Akteure vernetzen, ermöglichen wir den Erfahrungs- und In-formationsaustausch untereinander, bringen Impulse von außen und suchen gemeinsam Ansätze, um die jeweiligen Angebote langfristig zu etablieren.
  3. Wir zeigen, warum gerade für kleine Lokal-Publizierende die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz eine Chance ist und welche der neuen KI-Tools es ermöglichen, Routine-Aufgaben zu erledigen.
  4. Wir planen auf Sicht eine digitale Bibliothek, Best-Practice-Beispiele, Dossiers und Masterclasses, um das gebündelte Wissen für alle zugänglich zu machen.

Kurz: Wir verstehen uns als Knotenpunkt, um Kooperationen zwischen den Macherinnen und Machern in allen Bereichen zu initiieren. Denn nur so können Projekte realisiert werden, die allein nicht zu stemmen sind.